Geht’s den Haustieren gut?

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Wenn man nicht zu hause ist und dennoch wissen möchte, ob es den eigenen Haustieren gut geht, bietet sich die Verwendung einer Webcam an. Doch müssen die Bilder auch irgendwie von Außen erreichbar sein. In diesem Beitrag zeige ich eine einfache und kostenlose Möglichkeit dies zu ermöglichen.

Hintergrund

Eine Raspberry Pi Kamera und die Portfreischaltung auf meine private Owncloud hatte ich bereits im Betrieb. Als es jedoch darum ging meine Kamera an einen Bekannten zu verleihen, war dieser Aufbau unpraktikabel. Daher musste eine Lösung her, die einerseits bei ihm Vorort einfach aufzubauen ist und andererseits die Daten von Außen zugänglich macht.

Die Idee

Wenn die Kamera am heimischen Netzwerk hängt, müssen die Bilder nur noch auf einen externen Speicher. Ein kostenloser und bekannter Dienstleister dafür ist Dropbox. Dadurch ist jedes aufgenommene Bild von überall erreichbar und dennoch vor neugierigen Blicken geschützt (bis auf die Dropbox Admins 😉). Mit Hilfe der Dropbox-API sollte zudem eine Datenübertragung einfach realisiert werden können.

Umsetzung

Hardware

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Kamera in einer Plastikdose

Die Kamera selbst besteht nur aus einem alten Raspberry Pi B und dem offiziellen Kamera-Modul. Zusätzlich habe ich noch einen Edimax WLAN-Dongle angeschlossen, damit das ganze auch übers WLAN funktioniert.

Alle Komponenten habe ich anschließend etwas provisorisch in eine einfache Plastikdose gepackt. Ein abgeschraubter Stativkopf eines Ministativs, sowie ein Deckel einer Wasserflasche halten die Kamera in die richtige Richtung.

Software

Für das Auslösen der Kamera und das Übertragen der Bilder zur Dropbox habe ich ein kleines Java-Programm gebaut. Es wird über die Kommandozeile bedient und kann auch ohne einen Raspberry Pi verwendet werden. Ein Notebook mit Webcam sollte ebenfalls funktionieren. Damit sich das Programm zur Dropbox verbinden kann, wird ein Access-Token und eine „Dropbox-App“ mit dem Namen „NPetcam“ benötigt. Wie dies angelegt wird, steht hier: Anleitung für einen Access-Token

Das Programm wird mit einer Konfigurationsdatei oder den einzelnen Werten über die Kommandozeile gestartet. Anschließend wird alle n Sekunden ein Bild erzeugt und hochgeladen. In der Dropbox werden bei Bedarf maximal m Bilder gespeichert. Wie das Programm aufgerufen und genutzt wird, habe ich auf der entsprechenden GitHub-Projektseite beschrieben.

Der Praxistest

Während der Tests hat die Soft- und Hardware bereits wunderbar funktioniert. Wie sich das System nun über mehrere Tage macht muss noch geprüft werden. Über die Weihnachtstage werde ich die Kamera 3 bis 4 Tage bei einem Bekannten erproben.

Zudem sei noch gesagt, dass die Funktion zur Einrichtung des WLAN, bei meinem Raspberry Pi Probleme bereitet. Ersten nach mehreren Neustarts ist die Verbindung korrekt konfiguriert. Hier muss noch etwas Nachforschung und -Verbesserung erfolgen. Alternativ kann die Verbindung zum WLAN aber auch über andere Wege eingerichtet werden.

Wem Verbesserungsvorschläge oder Probleme auffallen kann gerne auf der GitHub-Seite ein Issue oder Pull-Requests hinterlassen. 🙂

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